Damen Kreisliga Gr. 2 - 2003/2004 / Mannschaft zurückgezogen
!
Liebend gerne wären an dieser Stelle Spielplan und
Aufstellung des Damen-Quartetts veröffentlicht worden - nur, die
Mannschaft existiert seit ca. 4 Wochen nicht mehr !!!
Zweifellos hatten Margrit Fischer, Edith Schiller, Lissy Pavel, Beate
Wetterling, Sonja Weddig und Iris Niemeyer am Ende sportlich und in
der Aufmerksamkeit der VfL-interessierten Öffentlichkeit nur noch
ein Schattendasein geführt. Dies kann aufgrund ihres eigenen Anspruchs
("ein bisschen Bewegung und ein bisschen Spaß") nicht
verwundern, aber auch nicht aufgrund der enormen "Öffentlichkeit",
die der 1., und auch 2. Herrenmannschaft zuteil wurden und zuwenig Platz
für andere Mannschaften übrigließen, für die sechs
Damen, die teils seit über 25 Jahren dabei waren, erst recht.
Man hatte die Entscheidung befürchtet, die zu Beginn des Jahres
schon beschlossen, durch einige Punktgewinne zum Ende der vergangenen
Saison aber wieder verworfen zu sein schien.
Doch drängender werdende private Sorgen einiger Spielerinnen, sowie
die Aussicht auf winterliche Fahrten nach Martinhagen oder Breitenbach
in der auf 12 Teams (nach Zusammenlegung beider Gruppen) angewachsenen
Liga ließen - zumindest in der Meinung der Betroffenen - einen
weiteren Spielbetrieb nicht mehr zu.
Ich denke, es ist sehr, sehr schade: ein gutes Stück VfL-Geschichte
ist mit einem Schlag nicht mehr da, doch die Erinnerung lebt. Die Erinnerung,
dass sind nicht nur die oben genannten, sondern, begonnen mit Karin
Grabenhorst und Brigitte Gutz 1972 (als Zweier-Mädchenmannschaft)
auch sicherlich zwei Dutzend weitere Spielerinnen, die die Tradition
des VfL-Damentischtennis begründeten. Stellvertretend für
alle anderen seien hier Birgit Schmahl, Katja Oehl, Ulrike Ludewig,
die viel zu früh verstorbene Jutta Künemund, Angelika Steingrobe,
sowie Birgit Schöniger genannt. Ihren Müttern und Vätern
alle Ehre machten auch Elke Fischer, Heike Steingrobe und Tanja Henkel.
Sportliche Höhepunkte waren dabei die Zugehörigkeit zur Bezirksliga
in den Jahren 1992-94, sowie der mehrfache Gewinn des Kreispokals in
den siebziger und achtziger Jahren. Im Bereich des weiblichen Nachwuchs
schaffte Birgit Schmahl (die seit mehreren Jahren beim TTV Gottstreu
in der Bezirksoberliga spielt) als Nordhessischen Vizemeisterin mit
Uwe Lotze und Marco Sack Mitte/Ende der Siebziger Jahre die beste (Pokal-)
Platzierung. Doch noch Ende 1999 wurden Lydia Riehl und Jennifer Meyer
Kreispokalsiegerinnen des Großkreis Kassel, wobei sie sich zu
zweit gegen Dreierteams des Gegners durchsetzten (!). Bereits kurze
Zeit danach aber war diese Mannschaft schon Geschichte, wie auch überhaupt
das Damentischtennis (wie auch das Tischtennis des weiblichen Nachwuchses)
in Reinhardshagen nie die Resonanz hatte, wie beispielsweise in Gottstreu
oder Calden-Westuffeln. Dies hatte auch zur Folge, dass seit 20 (!)Jahren
keine (rein weiblichen) Nachwuchsmannschaften (außer des Versuches
zur Saison 1999/2000) gebildet werden konnten. Folgerichtig das "Aus"
auch im Damenbereich, denn auch das "Spiel für`s Leben (so
die schöne Bezeichnung des Deutschen Tischtennis-Bundes) ist selbstredend
den biologischen Gegebenheiten unterworfen.
Schade, doch sollte uns das zumindest mittelfristig Ansporn
sein, Ähnliches in unseren Reihen neu hervor zu bringen. Die Atmosphäre
beim Trainings- bzw. Spielbetrieb mit bzw. ohne weibliche Beteiligung
unterscheiden sich für die, die das Empfinden hierfür haben,
doch recht stark. Es ist einfach viel angenehmer "mit"!!
Danke den oben genannten und allen anderen, wenn sie es
denn lesen, für euer Auftreten in den Veckerhagener Farben! Danke
für das Helfen, Kuchenbacken etc. bei Dutzenden von Veranstaltungen,
danke für das Anfeuern diverser Herrenmannschaften, doch tut uns
einen Gefallen: verschwindet für den (durchschnittlichen) Veckerhagener
Herrenspieler nicht ganz in der Versenkung. Man soll sich ja des öfteren
begegnen im Leben...........
Wir wünschen allen das erdenklich Beste!
Für den Spartenvorstand: Klaus Vater
