Beitrag aus HNA vom 22.11.2002 / Verlagssonderseite Reinhardshagen
VECKERHAGENS TISCHTENNISSPIELER ENDLICH IN HESSENLIGA ETABLIERT
Bereits vor dem letzten Vorrundenspiel, dass das Tischtennis-Sextett
des VfL Veckerhagen am morgigen Samstag zu einer Art "Lokalderby"
nach Niestetal-Heiligenrode, zum dortigen TSV führt, kann ein positives
Fazit der ersten acht Saisonspiele gezogen werden.
Das erhoffte Soll wurde bei bislang drei Siegen, einem Unentschieden und
vier Niederlagen (davon zweimal mit 7:9 denkbar knapp) erreicht. Nach
einem mäßigem Saisonstart, als Spitzenspieler und Mannschaftskapitän
Uwe Lotze aufgrund seines Tennisarmes noch pausieren musste, hatte man
in den letzten drei Wochen endlich seine "Aha-Erlebnisse": zunächst
mit dem ersten doppelten Punktgewinn in der Liga -man konnte ja bekanntlich
während der gesamten Saison 2000/2001 lediglich vier Remis erzielen-,
im unmittelbaren Anschluss folgten dann, von hervorragender Zuschauerpräsenz
begleitet, zwei weitere klare Heimsiege über Freigericht-Neuses und
Eschwege.
Dabei trat Kontrahent Neuses zwar mit den noch vor einigen Jahren in der
deutschen Leistungsspitze befindlichen Gebrüder Fischer an, aber
ansonsten herrschen in diesem Klub größere personelle Probleme.
Die hatte auch der VfL, als nicht nur Lotze, sondern, verletzungs- und
krankheitsbedingt, sich auch die Leistungsträger Magnus Rockel und
Alexander Wiegmann sich diverse "Auszeiten" nehmen mussten.
Doch selbst die Verletzung des sich bereits zu Beginn der Serie mit unangenehmen
Rückenbeschwerden herumschlagende, dritten Youngster im Team, Nicki
Credner, der seit dem vierten Spieltag komplett pausiert, warf Veckerhagens
Zelluloidartisten nicht aus der Bahn. Schließlich konnte man sich
den -in Tischtenniskreisen- Luxus erlauben, mit einem Spieler mehr als
es die vorgegebene Sollstärke vorschreibt, in die Saison zu gehen.
Dieser "siebte Mann" wurde am Ende sogar zum Liebling des Publikums
und seiner Mitspieler. Vom Bezirksoberligisten Hannover - Badenstedt gekommen,
lehrte Malte Bartels seine Kontrahenten mit unorthodoxem Noppen-außen
Spiel reihenweise das Fürchten. Mit bislang 12 Siegen und nur 2 Niederlagen
steht er mit der besten Bilanz der Veckerhagener Tischtennisspieler zu
Buche. Leider verlässt Bartels aus nachvollziehbaren, privaten Gründen
den Weserklub bereits nach einem halben Jahr.
Doch dies wird Veckerhagens Tischtenniscracks diesmal sicher nicht aus
der Bahn werfen. Der Knoten, der den Erfolgsweg in der Hessenliga in sich
barg, ist geplatzt, da sind sich alle sicher.
Auch die zweite und dritte Mannschaft können Positives vermelden.
Die Reserve steht dabei als Aufsteiger in die Bezirksliga auch hier an
der Spitze und peilt die Herbstmeisterschaft an. Die dritte Mannschaft
brachte das Kunststück fertig, aus 12(!) spielwilligen Akteuren ein
leidlich funktionierendes Team zu machen und hält sich in der Spitzengruppe
der Kreisliga.
Last but not least hat sich die Situation der Freunde und Unterstützer
speziell des Hessenligateams weiter verbessert. Die großen Anstrengungen
der letzten Jahre werden durch die Reinhardshagener Geschäftwelt,
die dadurch bereits einen gewissen Gegenwert verbuchen kann, zunehmend
honoriert. Auch dies lässt Spartenleiter Helmut Weddig und seine
Crew zuversichtlich in die zunächst nähere Zukunft blicken.

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